Main page » Catalogue » How does it work ...?


 

Auch im Zeitalter von elektronischen Medien und einer multimedialen Gesellschaft hat sich an den Verfahren zur Herstellung von Glaswaren nur sehr wenig verändert. Grundelemente wie Feuer und Quarzsand

bestimmen nach wie vor die vielen nötigen

Produktionsschritte bei der Glaswarenfabrikation.

 

Handwerkliches Geschick vereint mit jahrelanger, zum Teil über mehrere Generationen übermittelte Erfahrung im Umgang mit den Rohmaterialien sowie gestalterische Fähigkeiten stehen nach wie vor im Mittelpunkt der Glaswarenfabrikation. Am Rande sei noch bemerkt, dass sich an dieser Methode zur Glasknopfherstellung seit fast 200 Jahren nur sehr wenig verändert hat. Die Ursprünge dieses Herstellungsverfahrens lassen sich bis in die Endzeit des 18. Jahrhunderts - Anfangszeit des 19. Jahrhunderts zurückverfolgen.

 

Auch werden wir immer wieder mit der Frage konfrontiert, warum ein Glasknopf aus traditioneller Fertigung teurer ist, als ein rein maschinell gefertigtes Produkt. Wer sich jedoch mit den Hintergründen der Herstellung befasst, dem wird sehr schnell klar, dass er hier kein Massenprodukt erhält. Jeder, auch noch so kleine Knopf, ist ein Unikat, ein individuell gefertigtes Einzelstück, welches seinen Besitzer jeden Tag erfreut.

Um Ihnen, sehr geehrte Besucher, unsere Produkte näher zu bringen, möchten wir die wichtigsten Herstellungsschritte am Beispiel eines Glasknopfes hier dokumentieren:

Das Ausgangsmaterial für unsere Produkte sind Glasstangen mit einem Durchmesser von ca. 30 mm und einer Länge von ca. 1000 mm. Diese Glasstangen sind in vielen Farbvariationen und Farbmischungen erhältlich. Die Farbe des späteren Produktes entspricht den Farben der verwendeten Glasstange.

Im ersten Arbeitsgang werden die Glasstangen an einem Ende in einem „Drückerofen“ auf eine Temperatur von ca. 700 – 1000° Celsius erhitzt. Die exakte Temperatur hängt von der Härte und der Zusammensetzung des Glases ab. Durch das Erhitzen wird das Ende der Glasstange weich bis zähflüssig.

Der erhitzte und weiche Teil der Glasstange wird nun in einer „Zange“ in Form gepresst. In dieser aus Stahl gefertigten Zange befindet sich das eigentliche Werkzeug, welches dem Glas seine Form gibt. Für jede Form und Größe des gewünschten Knopfes ist ein eigenes Werkzeug nötig. Die Drückerzange wird ausschließlich von Hand betätigt.

Bei einem Arbeitsgang werden nacheinander mehrere einzelne Knöpfe "gedrückt" bis das Glas zu hart zum Bearbeiten ist. Die noch sehr heißen Knöpfe werden mit einer Schere von der Glasstange getrennt und gleiten zum Abkühlen in einen beheizten Topf.

Nach dem Abtrennen eines "Stranges" von Knöpfen wird die Glasstange wieder im Ofen erhitzt, bis die richtige Temperatur zum weiterarbeiten erreicht ist und die Prozedur des "Drückens" wiederholt werden kann.

Strang nach dem Abkühlen

  

Nach dem mehrstündigen Abkühlprozess der Glasknöpfe werden die einzelnen Teile im zweiten Arbeitsgang voneinander getrennt. Diesen Vorgang nennt man „Scheren“. Das „Scheren“ geschieht mit zwei gegenläufigen Messerscheiben, an denen der äußere Rand des Knopfes von Hand vorbeigeführt und so der Strang der Knöpfe getrennt.

 

ein einzelner Knopf nach dem Scheren

  

Der dritte Arbeitsgang, das „Säumen“, ist nötig, da der Rand der Glasknöpfe nach dem  „Scheren“ noch scharfkantig ist. Beim „Säumen“ wird der Rand der Glasknöpfe an einer Schleifscheibe glatt geschliffen.

 

 

ein einzelner Knopf

nach dem Säumen

  

Es folgen weitere unterschiedliche Arbeitsgänge zur Veredelung der Knöpfe, die hauptsächlich von dem Design der Knöpfe sowie von individuellen Kundenwünschen abhängen,

zum Beispiel :

Feuerpolieren und Scheuern

Mattieren durch Sandstrahlen oder Säurebehandlung

- Beschichten durch Vakuumbedampfen, Handmalen, Lackieren, Similisieren

- Schleifen und Polieren von Flächen mit Hilfe von mechanischen Schleifmaschinen

-Dekorieren durch Aufkleben von Strasssteinen

Der größte Teil dieser zusätzlichen Veredelungsarbeiten wird mit rein handwerklichen Methoden durchgeführt. Der Mensch lässt sich hier nur sehr bedingt durch Maschinen ersetzen.

   

Unser fertiges Produkt

 

 


Back